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BARCODE VON OPAL

Letzte Änderung:
23. Juli 2010
  

Etikettendruck aus SAP R/3

 

Basis Etikettendruck

Die meisten Etikettendrucker werden mit sogenannten ESC Sequenzen angesteuert. In den meisten Protokollen bestehen die aus zwei ASCII Text Dateien, welche einzeln oder in einem Stück an den Drucker geschickt werden müssen.

Die erste Datei, das so genannte Format, beschreibt den Aufbau der Etikette und beinhaltet verwendete Schriften, Grössen, Platzierungen und Fixwerte. Die zweite Datei beinhaltet den Namen der zu verwendenden Formatdatei, die variablen Werte sowie Angaben über die Zahl der zu druckenden Etiketten.

Die Format Datei wurde vor allem früher häufig im Flash Speicher des Druckers hinterlegt, sodass beim eigentlichen Druckvorgang lediglich die Variablen gesendet werden mussten. Dies hatte den Vorteil, dass viele teure Systemressourcen gespart werden konnten. Der Nachteil ist, dass diese Format Datei nach Ausfällen neu auf den Drucker gespielt werden muss und in der Praxis dann nach ein paar Jahren oft keine ausreichende Dokumentation oder entsprechende Pflegefunktion mehr vorhanden ist.

Deshalb versenden wir die für heutige Verhältnisse doch meist recht kleinen Formatdateien (typischerweise ca. 20 Zeilen Text) mit jedem Etikettendruckauftrag mit.

Die ITF Methode

Bei der "ITF" Methode wird mit Hilfe einer entsprechenden Etikettensoftware für Windows ein "ASCII Text" Datei mit dem Etikettenformat und dem String zum Anstoss des Etikettendrucks erstellt. Diese Datei wird in das SAP System transportiert. Zum Drucken werden dort mit Hilfe von SAPScript die Variablen-Platzhalter durch die entsprechenden Tabellenfelder ersetzt und die so generierte Textdatei wird via eines entsprechenden Device Types (SAP bietet diese für praktisch alle Etikettendrucker) auf den Drucker kopiert. Typischerweise über SAPlpd und einem ASCII Text Treiber auf dem entsprechenden Betriebssystem.
Der Etikettendruck kann automatisch, abhängig von bestimmten Transaktionen, und manuell (hierfür wird etwas ABAP benötigt) angestossen werden.

Vorteile: Alles wird über SAP gesteuert, diese Methode ist recht einfach und kostengünstig.

Nachteile: Es können nur in SAP gepflegte Informationen gedruckt werden, beim Wechsel des Drucke Modells oder Änderungen am Etikettenformat muss ein entsprechender Programmierer eingebunden werden. Es müssen Drucker verwendet werden die reinen ASCII Text (ohne Kontollzeichen) verstehen (z.B. Intermec, Zebra, SATO).

Entsprechende Software: ERP Label for SAP (Intermec). BarOne for SAP (Zebra), LabelGallery (SATO), Seagull Bartender Enterprise

Die Middleware Methode

Bei der "Middleware" Methode wird mit Hilfe einer entsprechenden Etikettensoftware für Windows ein Etikettenlayout erstellt. Dieses Wird auf einem "PrintServer (Windows PC im Netz) abgespeichert. Auf diesem PC läuft auch ein Software Tool welches dauernd ein zu definierendes Directory im Netz scannt.
Aus SAP wird zum Etikettendruck ein ICOC oder eine Textdatei mit den variablen Daten für die Etikette sowie Angaben über den Zieldrucker, das zu verwendende Etikettenformat sowie der Anzahl der zu druckenden Etiketten erzeugt und in das "gescannte" Directory kopiert.
Das Tool des PrintServers entdeckt das File, fügt die Daten in das gewünschte Layout, druckt die Etiketten und renamed oder löscht die Datei.

Vorteile: Sehr flexibel, das ganze Layout wird ausserhalb von SAP erstellt, es können zusätzliche Daten (z.B. Grafiken die nicht in SAP gepflegt sind eingefügt werden), es können alle Windows Drucker verwendet werden, es können unterschiedlichste Etikettenformate verwendet werden.

Nachteile: Es muss ein zusätzliche PC gepflegt und Instand gehalten werden.

Entsprechende Software: Seagull Bartender Enterprise, Codesoft Sentinel
 

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